Gedanken – Segen und Schwert

Früher wollte ich immer, ein König oder Kaiser sein. Die können machen, was sie wollen und jeder hört auf sie.
Dass es zu Hofe eher nur mit Druck und Konspiration gelang Macht auszuüben, war mir damals nicht klar.

Werbung, Propaganda und auch charismatische Menschen bedienen sich einer viel stärkeren Macht.

Gedanken – Wer es schafft sie zu steuern, hat die Macht Menschen in seinem Umkreis zu manipulieren und zu steuern.

Frei nach dem Motto „In Dir muss das Feuer brennen, dass Du zu entfachen versuchst“, schaffen Charismatiker es ihr Wort oder den Samen ihrer Aussage nicht nur zu platzieren, sondern durch erschaffene Überzeugung und Begeisterung auch ihre Gedanken gleich einem Schneeball Prinzip weitertragen zu lassen.

Das Prinzip ist natürlich uralt. Prediger, Fanatiker, Politiker – alle haben sich diesem Instrument bereits bedient.

Worauf ich hinaus will – Insbesondere in Zeiten,

  • in denen sich Hetze wie ein Lauffeuer im Netz verbreitet
  • in denen zunehmend der Gedanke populistischen Gedankengutes keimt
  • in denen die Generation Snapchat Muskelverkümmerungen vom Selfie-Video Aufnehmen bekommt und nur noch für Likes für oberflächliche Posen lebt,

sollte jeder von uns sich mehrfach täglich bewusst machen, dass wir zunehmend durch Medien, Meinungen Anderer, bis hin zu Gerüchen in Läden gesteuert werden.

Ich bin wachsam und freue mich immer, wenn ich jemanden treffe, der sich bewusst diesem gefährlichen Sog der Steuerung durch Andere entzieht.

Kleine Dinge helfen mir (meiner Meinung nach), die Steueerung meiner Gedanken ein wenig zu reduzieren:

  • Wenn ich mal live Fernsehen schaue und Werbung kommt, sehe ich nicht zu und vor allem schalte ich sofort den Ton aus. Eigentlich sehe ich nur zeitversetzt Fernsehen ohne Werbung dank http://www.save.tv
  • Neue Trends sind wie das Salz in der Suppe, Burgerläden, Craft Beer, Bowls, Ramen, Mini-Bluetooth Boomboxen, alles toll.
    Ich frage mich, ob ich mich in jede Welle werfen, die mir die Brandung liefert?
    Früher (vor gefühlt hundert Jahren) trugen wir alle Parka, dann Palestinensertücher, Dauerwelle, riesige Schulterpolster… heute lache ich mich tot, wenn ich sehe, was alles so wichtig war.

Gedanken: Wenn ich überlege, was mir persönlich nachhaltig wichtig ist, kann ich 80% des Gedöhns streichen und glücklich leben, ohne das Gefühl zu bekommen, etwas zu verpassen.

Das waren jetzt harmlose Beispiele. Natürlich kann das Steuern von Gedanken auch dramatische Folgen haben, beispielsweise durch Radikalisierung. Damit ich nicht wieder Morddrohungen bekomme, gehe ich da mal nun nicht weiter drauf ein.

Gleich ob Modetrends, Essen, Radikalisierung, es hilft immer das selbe Rezept: Durchatmen, Überlegen, idealerweise aus einer zweiten Perspektive beleuchten und dann eine eigene Meinung bilden. Und wenn man dann findet, dass Ramen DER Burner ist, dann gratuliere, dann hat Dir ein Modetrend einen Gefallen getan 😀

 

 

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3 Kommentare zu „Gedanken – Segen und Schwert

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  1. Morddrohungen, echt jetzt ☹️? Aber du hast vollkommen recht, mitnehmen, was zu einem passt und den Rest liegen lassen ist die beste Methode. Manchmal komme ich gar nicht mehr mit, was alles angesagt ist. Vielleicht auch nicht schlecht.

    Gefällt 1 Person

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