Lass uns den Bauern nicht opfern, sondern uns vergiften.

Mit der Überschrift spiele ich auf das „Bauernopfer“ an und nicht auf das Opfern eines Landwirtes. Damit meine ich den Kleinen Mann, der einen Diesel fährt 😉

 

Glyphosate, gentechnisch modifizierte Lebensmittel, hochgiftig totgespritzte Kartoffeln, Artensterben, Klimawandel, Palmöl mit krebserregenden Substanzen in Lebensmitteln (Plus Regenwaldrodung), Schifffahrt mit unkontrollierten Emissionen und katastrophalen Treibstoffen.

Diesel ist ja nun immer noch in aller Munde Lunge. Der böse Diesel. Was für ein Quatsch! 🙂

Bekannte von mir machen 3-4 Fernreisen im Jahr, natürlich mit dem Flieger, oder auch mal eine Kreuzfahrt. Sie leben in Hamburg, einer Stadt, in der täglich Schiffe festmachen und nahezu ungefiltert die Luft verpesten. Vor wenigen Jahren wurde am Rande Hamburgs ein neues Kohlekraftwerk gebaut. Ich habe gehört, da kommt ausschließlich Lavendelduft heraus 😉

Und dann überlegen sie, wegen ihres Kindes vom Euro 4-Diesel auf einen Benziner umzusteigen. „Man muss ja etwas für die Umwelt tun.“  🙂

Mein Wasserversorger erhöht die Preise, weil durch die landwirtschaftlich bedingten, erhöhten Nitratwerte die Aufbereitung teurer wird. In anderen Ländern sterben ganze Korallenriffe davon.

UND? Kein Autokonzern, keine Reederei, kein ach so gebeutelter Landwirt wird ernsthaft zur Rechenschaft gezogen.

Was tun? Hilft uns eine Debatte über den Umstieg auf Elektroautos?
Wer soll die ganzen Neuwagen bezahlen und wo sollen sie tanken? Woher nehmen wir die seltenen Erden für die Hochleistungsakkus, und was machen wir mit dem Hochgiftigen Sondermüll, wenn so ein Auto ausgemustert wird?

Da gibt es große Debatten und Gremien.

Weiche
Welcher Weg ist der Richtige?

Wenn ich König von Deutschland wär´, würde ich:

  1. Sofort alle Diesel-Subventionen streichen (auch für Industrie) und
  2. 1:1 auf eine Förderung des Öffentlichen Personennahverkehr umlegen – Preise runter, Fahrgastzahlen rauf.
  3. Subventionen für herkömmliche giftige Landwirtschaft in Stufen senken und
  4. 1:1 die frei gewordenen Gelder in eine Umstiegsförderung für Landwirte, die auf die Produktion regionaler Bioprodukte umsteigen wollen, stecken.
  5. Den Mehrwertsteuersatz von Lebensmitteln einheitlich auf 19% heben – Ausnahme Bioprodukte auf 7% senken.
  6. Anfangen richtig aufzuklären:
    1. Wenn die Politik schon nicht kapiert, dass Vermeidung überflüssiger Fahrten, wesentlich mehr einspart, als alle auf Elektroautos zu schubsen,
    2. Wenn im Kindergarten und in der Schule keinerlei Bezug zu oder Respekt vor Tieren, Natur oder Lebensmitteln vermittelt wird,
    3. Wenn „moderne“ Mobilitätskonzepte wie Car-Sharing, Mitfahrhaltestellen für Berufspendler, Mitfahrportale oder öffentliche Verkehrsmittel nicht gefördert, ausgebaut und vorangetrieben werden, sondern in den den ewig gestrigen Individualverkehr, … dann wir der Verbraucher dies nur schwer annehmen. Der Weg hin zu einem vernünftigen Umgang mit unserer Lebensbasis (unsere Erde) wird unnötig lang. Und die Wahrscheinlichkeit die „Kurve“ noch zu kriegen wird von Tag zu Tag kleiner.

Ich würde mich über nicht geringeres, als eine Revolution freuen! Die größten Veränderungen beginnen im Kopf und wenn der Anreiz nicht der Selbsterhaltungstrieb ist, sollte es wenigstens die Fürsorge für Deine Kinder und Enkel sein.

Ich selbst bin kein eingefleischter „Öko“. Aber Tag für Tag produziere ich etwas weniger Müll, lasse immer häufiger das Auto stehen, optimiere und verkürze Fahrten, und nehme stattdessen beispielsweise diese roten Leihfahrräder. Mithilfe von Drivy und Flinc nutze ich Car-Sharing und Fahrgemeinschaften. Wenn ich einkaufe müssen es nicht unbedingt Äpfel aus Chile sein, sondern lieber einheimische und wenn es mal keine gibt, dann ist wohl gerade nicht die Zeit dafür 😉

Was ich damit sagen will (uff endlich kommt er auf den Punkt):

Wir debattieren über Politiker, die es nicht auf die Reihe kriegen, warten und warten.
Dabei können wir selbst so viel tun und vor allem durch unser Verhalten den Markt steuern.

Gab es nicht mal Demonstrationen auf denen Bürger gerufen haben „Wir sind das Volk“? Wir sollten es beweisen, denn es ist auch Verantwortung ein Bürger zu sein!

Ich wünsche mir, dass es soooo schön bleibt bei uns…

 

Vielen Dank an Pixabay für die Eingangsbilder mit der Umweltverschmutzung.

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9 Gedanken zu “Lass uns den Bauern nicht opfern, sondern uns vergiften.

  1. Nicole Hieronymus

    Über die Überschrift muss ich noch nachdenken 🙂 Ansonsten hast Du völlig Recht… packen wir es an … bewusst leben finde ich gut – allerdings habe ich mit den diversen „Bio“ Siegeln so meine Probleme.

    Gefällt 2 Personen

  2. Pingback: Lass uns den Bauern nicht opfern, sondern uns vergiften. – Ökonomie 2040

  3. elisabethsgeschichte

    Prima, Patrick! Ich stimme dir voll zu!
    Weißt du, alles wäre leichter, wenn die Gesellschaft nicht so bigott und zweizüngig wäre. Deine fernreisenden Bekannten könnten auch meine Aida-reisenden Freunde sein, die kein günstiges Angebot auslassen und stets auf den Meeren unterwegs sind. Aber die 6 Kilometer in die Stadt muß man dann, zusammen in ein einziges Auto gequetscht, antreten, weil „man muß schon ein bissl auf die Umwelt achten, gell“. Radfahren ist nicht, weil Großeinkauf🤗
    LG Elisabeth

    Gefällt 1 Person

    1. Ich kümmere mich gerade darum, für unsere Serviceeinsätze und kleineren Anlieferungen ein Cargo-EBike anzuschaffen.
      Für normale Touren, um beispielsweise zum Kunden zu fahren, gibt es in Hamburg ja über all die roten live Fahrräder, die ersten 30 Minuten kostenfrei sind.
      Das ist natürlich nur ein Teilbereich, der neben diversen anderen verbessert werden kann. Ein gutes Beispiel ist Naturstrom. Warum muss es immer der billigste Strom aus ausländischen, und sicheren Atomkraftwerken sein?
      Wenn ich das jemanden fragen, der wirklich glaubt dass durch Preis Sparportale die Umwelt nicht geschädigt wird, bekomme ich als Antwort dass der Strom doch eh nicht gesteuert werden kann und es egal ist ob man Ökostrom nimmt oder nicht. Dazu äußere ich mich an dieser Stelle lieber nicht, ich habe gelernt online nicht ausfallend zu werden.
      😂

      Gefällt 2 Personen

      1. elisabethsgeschichte

        Ja, diese Fahrräder sind eine prima Idee! Mein Sohn nutzt die in München auch🙂

        …..ich habe noch nicht ganz gelernt, online nicht ausfallend zu werden und lasse manchmal mein Herz überquellen, kaum hab‘ ich dann den Kommentar weggeschickt, würde ich ihn gerne revidieren🤣

        Gefällt 1 Person

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