Der Kämpfer

Während ich diesen Beitrag schrieb, habe ich „The Boxer“ von Simon und Garfunkel gehört. Hier der Text. Am besten lasst ihr es im Hintergrund laufen…

Im Laufe eines Lebens trifft jeder von uns viele Menschen; Langweilige, polarisierende, Freunde und Besondere.

Besonders tragisch ist es, wenn man einen dieser besonderen Freunde oder Verwandten verliert.

Ohne, dass ich auf einzelne Personen eingehen möchte, danke ich denen, die bleibende Erinnerungen und Spuren in meinem Leben hinterlassen haben.

Jeder von Euch – egal aus welchem Grund – Ihr seid regelmäßiger und fester Bestandteil meines Lebens!

  • Mein Onkel Gerd, der immer ein Vorbild war und bei dem Versuch, einen Betrunkenen zu retten selbst ertrunken ist.
  • Mein Schulfreund Ingo, der dem Kräftemessen zwischen Traktor und 80er unterlegen ist.
  • Horst Hellinger, verkanntes Vorbild, der immer ein Lächeln für die schwersten Situationen gefunden hat und bis zum Ende gegen den Krebs gekämpft hat.
  • Tiak, der an seinem Alter und Organversagen vor einigen Jahren von uns gegangen ist.
  • Marion, die viel zu auch viel zu früh und völlig unerwartet gegen eine schwere Krankheit verloren hat.
  • Und leider noch viele weitere Schulfreunde, Freunde und Kunden und Verwandte, die teils durch Unfälle oder durch Krebs, oder wie meine Ur-Oma durchs Alter gestorben sind, aber zu einem Teil meines Leben geworden sind.

Ihr seid mein Ansporn, mein Wunsch, dass sich später jemand mit einem Lächeln an Situationen oder einfach meine Person oder meine Taten/Sprüche/Macken zurück erinnert.

Jeder von Euch ist durch seine Beziehung zu mir ein Teil meiner Persönlichkeit geworden. Ich denke das ist die beste Unsterblichkeit, denn sie ist immer präsent und positiv.

Egal ob Du der Kämpfer gegen den Krebs, oder nach einem lächelnden Abschied als Opfer durch einen Unfall aus meinem realen Leben verschwunden bist.
Der Volksmund sagt: „Besondere Menschen haben viele Namen“ – ich sage „Besondere Menschen wohnen in vielen Herzen

Danke!  Ich freue mich über jeden Tag mit Euch!

Patrick

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6 Gedanken zu “Der Kämpfer

  1. elisabethsgeschichte

    Dankeschön, durch deinen post hab‘ ich jetzt gerade an meine Lieben gedacht, die ich die letzten Jahre gehen lassen mußte. Es waren viele, die ich verlor – unsere Familie besteht nur noch aus 7 Menschen. Hab‘ nachgedacht, was ich von den Vorausgegangenen in mir eingeschlossen habe und das mich zu einem Teil geprägt hat und mich mit zu dem Menschen werden ließ, der ich jetzt bin. Auch die Todesarten haben mein Denken verändert. Papa’s Suizid hat mich gelehrt, daß jeder Mensch, wenn ihm das Leben nicht mehr lebenswert erscheint, gehen darf. Es ist sein Leben. Haben wir das Recht ihn aufzuhalten? Früher hätte ich ja gesagt, jetzt nicht mehr.
    Rita’s Krankheit ALS, eine der Entsetzlichsten, haben mich im täglichen Beisammensein mit ihr gelehrt, daß man glücklich sein muß, wenn man selbst zur Toilette gehen kann und froh, daß man die Fliege auf der Nase selbst verscheuchen kann. Nichts erscheint mir seitdem mehr schlimm, was mich betrifft – vielleicht hat mich auch deshalb die Krebs-Diagnose nicht vom Hocker gehauen🙂 So viele Teile meiner Familie mußten wegen bösartiger Tumore diese Welt verlassen – vielleicht hat mich das alles nur stärker gemacht? Auf jeden Fall habe ich die nützliche Erkenntnis draus gezogen, daß man aus jedem Tag das Beste machen soll, sich an jeder winzigen Kleinigkeit und auch an jeder sog. Selbstverständlichkeit freuen soll und vor allen Dingen auch mal fünfe gerade sein lassen soll – alles kann, nichts muß😊
    Liebe Grüße, Elisabeth

    Gefällt 2 Personen

    1. Hallo Elisabeth,
      vielen Dank für Deinen rührenden Kommentar. JA, wir sollten immer davon ausgehen, dass etwas schlimmes passieren kann, aber die ohne Angst davor zu haben, denn „was kommt, das kommt“.
      Auch wie gut wir es haben sollten wir einfach mal zufireden lächelnd zur Kenntnis nehmen.
      Aber besonders schön finde ich, dass geliebte Menschen (die anderen leider auch) in unseren Erinnerungen bleiben und mich in vielen Situationen, die dann die Erinnerungen hoch holen, mit einem Lächeln an sie denken lassen.
      Ich wünsche Dir einen guten Start in den Tag!
      Patrick

      Gefällt 1 Person

      1. elisabethsgeschichte

        Lieber Patrick, ja, es ist schön, die Erinnerungen herholen zu können, wann immer man will. Oft sind es auch nur Kleinigkeiten im alltäglichen Leben, die einen erinnern und die die Vorausgegangenen wieder ganz nah bringen. Eigentlich immer macht so eine Erinnerung glücklich. Aber wie du schon sagst, es gibt auch Ausnahmen. Erinnerungen, die nicht positiv und schön sind – aber auch diese haben ihren Sinn. Geprägt wurden wir durch vieles, vielleicht verstehen wir dann im Nachhinein einiges besser.
        Wünsche dir ebenfalls einen wunderherrlichen Tag🌞🌻
        LG Elisabeth

        Gefällt 1 Person

  2. Alle, die uns begegnen, prägen uns auf die ein oder andere Art. Manche hinterlassen Spuren auf der Seele und im Herzen, wenn sie gehen. Ob durch Tod oder andere Umstände. Mein Opa war der letzte, den ich vor Jahren endgültig verabschiedet habe und der wirklich sehr großen Einfluss auf mich hatte. Der auch mit schwerer Krankheit zu Schwestern und Pflegern freundlich war und gern mit Spässchen aufgeheitert hat. Aber auch ein stark gläubiger Mensch war. Und an seinem Sarg war ich dann schon etwas „cooler“ als an dem ersten offenen Sarg, an dem ich mit 4 stand und nicht wusste, was die Großen jetzt gerade beten. Ich hab dann: „Müde bin ich, geh zur Ruh…“ in Dauerschleife vor mich hin gesagt. Auch wenn diesem ersten Sarg viele weitere folgten, und ich mich immer mal wieder an die Menschen erinnere, ich habe mir noch nie Gedanken darüber gemacht, wie oder wem oder wie sehr ich in Erinnerung bleiben werde. Und mir reicht es auch, wenn auf meinem Grabstein stehen wird:“Sie hat ihr Leben geliebt“.
    Liebe Grüsse aus der Sonne von München

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      1. Ne, ne, neeee, die Sonne reist mit mir 😉 UND nur weil ich das leben liebe, heißt das nicht, dass ich immer zufrieden bin. Dann wäre ja keine Weiterentwicklung möglich. Wünschen, träumen und hoffen gehört dazu, aber eben auch im JETZT sein und auftauchende Möglichkeiten nutzen. Wie zum Beispiel noch vor Kassel ne Pause in der Sonne zu machen – herrlich 😀

        Gefällt 1 Person

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