Der Glückskatalysator #4 – Auf zum großen Sprung

In diesem vierten und vorerst letzten Teil des Beitrages, möchte ich zuerst auf die Begrifflichkeit Katalysator eingehen. Sicher kennt jeder von uns den „Kat“ beim Auto und vielleicht weiss der eine oder andere, dass er irgendwie die Luft weniger verpestet aus der Auspuffanlage rauslässt.

Ich habe das Internet befragt Meinem Verständnis nach hat ein Katalysator die Eigenschaft eine Reaktion so zu beeinflussen, dass sie mit weniger Aufwand oder Energieverbrauch zum gewünschten Ergebnis führt (sorry, ich bin kein Chemiker). Das entscheidende ist, ein Katalysator verbraucht sich nicht.

Dies bedeutet im übertragenden Sinn, wenn man ihn gefunden hat, ist er eine Konstante Hilfskraft, die einem das Leben erleichtern wird.

Im Teil #1 ging es um das eigene Handeln und den Blick, den man vom Fokus auf sein Umfeld erweitert um das Ganze, also auch die Menschen zu sehen.

Teil #2 war geprägt vom Abbruch des Selbstexperimentes, da ich rasch gemerkt habe, dass das Mehr an Informationen und Emotionen, die man durch sein Umfeld erhält den zeitlichen „Einsatz“ um ein vielfaches übersteigt und das Leben herzlicher macht.

Im Teil #3 habe ich mich mit der Hauptperson beschäftigt und mich gefragt, wie man ihr mehr Bedeutung und Raum im eigenen Alltag zuteil werden lassen kann. All dies natürlich, ohne auf anderen, insbesondere geschäftlichen Ebenen abzubauen und somit die berufliche Basis zu gefährden.

Jetzt haben wir uns warmgeturnt und es ist Zeit für einen Sprung:

Ich war jahrelang täglich Schmerzen ausgesetzt, die den beruflichen Stress emotional noch verstärkt haben und mich so viel Kraft, Nerven und Lebensqualität gekostet haben. Durch eine Kollateraldiagnose kam ein Arzt der Ursache auf den Grund in ich bekam die Chance, durch eine Operation diesen kleinen fiesen Gnom, der mich täglich gepiesackt hat los zu werden.

Vor mir sehe ich nun die Chance, die Brille der Anspannung abzusetzen und ruhigen Auges  einen neuen, klareren Blick auf die Situationen meines zukünftigen Alltages zu werfen.

In Teil #2 habe ich gelernt meinen Mitmenschen und ihren Bedürfnissen mehr Beachtung zu schenken und so ein persönlicheres Miteinander zu gestalten. Nun wurde mir meine „Fehlsichtigkeit“, durch das Wegfallen des Schmerzes genommen.

Ich habe also die Möglichkeit mich völlig auf mein Handeln und Sein zu konzentrieren. Das klingt nebulös, aber wie wird es in der Realität aussehen?

„Emontions sell“ Mein Beruf in der IT bringt leider alles andere, als sexy Produkte mit sich. Insbesondere, wenn es darum geht, mein Gegenüber womöglich von einer Dokumentenarchivierung zu überzeugen, sollte ich mich vor dem Termin erkundigen, ob der Kunde unter einer Schlafapnoe leidet, um ihn keinem gesundheitlichen Risiko auszusetzen 😉

Aber! Genau da kommen die Emotionen ins Spiel. Wenn ich durch aufrichtigen und interessierten Smalltalk (hier in Hamburg sagt man eher Klönschnack) für eine gesunde Gesprächsatmosphäre gesorgt habe, kann ich mich jetzt zu 100% darauf konzentrieren durch das Wecken von Emotionen ein „Ja, ich will genau dieses Ding, von dem Du gesprochen hast“ von meinem Gegenüber zu erarbeiten.

Hier kommen gleich beide Katalysatoren dieses Beitrages zum Einsatz:

a.) Der weggefallene Schmerz: Ein Katalysator beschleunigt oder verlangsamt eine Reaktion und/oder erhöht oder verringert eine Aktivierungsenergie. Ich fühle mich jetzt, als wäre ich wieder voll da! Habe mehr Energie und bin wieder so schnell, wie früher.

b.) „Emotional sale/acting“ – Wenn ich es schaffe, eine emotionale Reaktion beim Kunden hervorzurufen, muss ich nicht mit Verkaufstricks oder Rabatten arbeiten.

Beim Beispiel der Dokumentenarchivierung ist es neben der Kosten/Nutzen Rechnung (Zeitersparnis), der Wow-Effekt. Anstelle lange zu suchen, habe ich alles, was ich will, sofort auf Knopfdruck auf dem Schirm. Das vernünftig präsentiert sorgt für positive Emotionen bei genau denen die normalerweise täglich viel Zeit durch Sucherei verschwenden müssen.

Eigentlich ist es eine einfache Sache. Geschäfte werden zwischen Menschen gemacht und wenn wir unseren Alltag interessanter gestalten können, wird sich niemand sperren.

Zusätzlich gibt es in diesem Falle sogar ein Schneeballprinzip, denn mein Beispiel-Kunde hat auch mehr Zeit, die er hoffentlich sinnvoll investiert.

Und im Privatleben? Emotionen und Aufmerksamkeit funktionieren hier noch viel besser! Wenn man weniger abgelenkt ist, und sich so besser auf sein Gegenüber konzentrieren kann, versteht man ihn besser und kann stärker auf ihn eingehen.

Man sieht ohne diese Brille der Hatz und der Schmerzen die Mimik, die Körperhaltung, Fußstellung, einfach alles klarer. Und mit besserem Verständnis für mein Gegenüber und seine/ihre Situation, bin ich schnell auf der gleichen Ebene und viel näherem Kern der Gefühle und Unterhaltungen.

Fazit: Wer die Möglichkeit hat Emotionen zu zeigen oder hervorrufen, überlistet das ungeliebte rationale Entscheiden und sorgt ganz nebenbei für ein beiderseitiges kleines Glücksgefühl.

Die Kombination aus diesen beiden „Glücksfaktoren“ Schmerzfreiheit und bewusst gelebter Emotion in privatem und auch beruflichem Leben, ermöglicht uns, meiner Meinung nach, zum großen Sprung anzusetzen und einen großen Schritt weiter in Richtung Glück zu gelangen.

Ich freue mich darauf mich aus Gesprächen mit einem glücklicheren Lächeln zu verabschieden und dadurch gepusht meinen Weg weiter zu gehen.
© Patrick H.

Vielen Dank an Steffi Reichert Urban Artefakte für das tolle Bild
Advertisements

7 Gedanken zu “Der Glückskatalysator #4 – Auf zum großen Sprung

    1. Patrick H.

      Quasi die Wurzel meines Blogs. Ich habe mal gelernt „Stillstand ist Rückschritt“. Wenn man die Schrittgröße selbst bestimmen kann, ist Fortschritt durch Reflexion eine spannende Sache!
      Es darf halt kein Wettlauf mit sich selbst werden.

      Gefällt 1 Person

    1. Patrick H.

      Dankeschön für reposten!
      Ich freue mich, Dich inspiriert zu haben. Bin ich hyper-un-emotional? Hmmmm…. muss ich mal drauf rumdenken 🙂
      Liebe Grüße
      Patrick

      Gefällt mir

Was meinst Du zu diesem Beitrag?

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s