Der Glücks-Katalysator #3 – Wan hast Du mal Zeit?

In meinen Beiträgen Der Glücks-Katalysator und Der Glücks-Katalysator – Ergebnisse eines Selbstversuches habe ich mich mit der Zeit auseinander gesetzt.

Wieviel Zeit nimmt man sich für Menschlichkeit, für Menschen, denen man begegnet.

Im zweiten Teil habe ich mein 4 Wochen-Experiment vorzeitig abgebrochen… aus gutem Grund, meine ich.

Nun ist ein halbes Jahr ins Land gezogen, und es bildete sich auf einem dumpfen Gefühl langsam eine konkrete Frage in meinem Kopf:

„Wann bitte hast Du mal Zeit für mich“, sagte mir eine innere Stimme.

„Du hast gelernt, Dir Zeit für Situationen und Menschen zu nehmen. Interaktionen auf nichtgeschäftlicher Ebene, Interesse an der Person Deines Gegenüber, Gefühle lesen und auch mal Zeit zu haben, zu zuhören.“

Und es stimmt! Ich habe mich gefragt, wann ich mir zuletzt Zeit genommen habe, einfach mal ans Ufer der Elbe zu setzen, die Beine baumeln zu lassen und den Schleppern beim Rangieren zu zusehen.

Wir hetzen von A nach B und sind immer gestresst. Die Hände haben bereits die Form unserer Smartphones angenommen. Zeitlose Smombies (Jugendwort des Jahres 2015)  sind wir, gehen im Wust oberflächlicher Informationsflut unter und vergessen uns.

Ich bin durch diese Frage aufgeschreckt und habe einen neuen Test gestartet, von dem ich hoffe, dass er genauso erfolgreich wird, wie der vorige.

Eine erste Erfahrung war berührend. Während eines Kundenterminen gab es Wartezeit. Diese habe ich genutzt und habe mich 20 Minuten an die Außenlaster gesetzt und war fast allein mit mir. Viele Menschen gingen vorbei, ohne ihre Umgebung wahrzunehmen. Dabei wurde keine 5 Meter von ihnen entfernt ein kleines Kunstwerk (den Film habe ich dort aufgenommen, ist total süß) gebaut. Ich war wirklich gerührt und habe in diesen 20 Minutenviel Energie und Lebensfreude getankt. Ein toller Start!

Ich freue mich, auf 4 Wochen voller neuer Eindrücke. Natürlich frage ich mich, ob ich allein mit derartigen Themen bin. Wie geht es Euch?

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7 Gedanken zu “Der Glücks-Katalysator #3 – Wan hast Du mal Zeit?

  1. Hamburg ist wunderschön. Ich erinnere mich noch ganz genau, als ich die Stadt das erste Mal besuchte. Vielleicht schreibe ich das auf meinen Blog. Es ist auf jeden Fall für die Einheimischen zum Lachen. Solche Dinge können nur mir passieren. Lol 😊

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    1. Patrick H.

      Ich jetzt auch 🙂 – Naja, hoffe ich wenigstens… Leider ists im Alltagsberufsstress etwas schwierig den „Absprung“ zu kriegen, wenn man weiss, dass jemand anders Hilfe benötig, einfach Mittagspause zu machen…

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  2. Dieses Thema beschäftigt mich durchaus, Patrick. Als recht empathischer Mensch fällt es mir nämlich trotz gewisser eher introvertierter Züge wesentlich leichter, auf andere und ihre Befindlichkeiten einzugehen und dort meine Zeit zu geben, als sie mir selbst genauso konsequent zuzugestehen. Ich muss es mir immer wieder neu eintrichtern, dass jeder Mensch sie genauso für sich selbst benötigt. Diese regelmäßigen (kleinen) Abschaltpausen oder auch Phasen in denen die Gedanken sich formen können, sind absolut unerlässlich. Je nach Grad der Intro- oder Extroversion ist das Bedürfnis nach Rückzug dabei etwas unterschiedlich ausgeprägt. Doch ohne Abschalten zwischendurch geht esnicht. Sonst ist der Akku irgendwann (schnell) alle …
    Jedem Smartphone genehmigt man automatisch die (Nach-)Ladephase, warum nicht auch sich selbst.
    PS: Dein Film von den Teichhühnern beim Bauen gefällt mir ebenfalls. ^^
    LG Michèle

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    1. Patrick H.

      Liebe Michèle,
      vielen Dank für Deine Worte! Dank Deiner Beiträge, weiß ich, dass Du es schaffst Dir genau Dir für das, was Du erleben möchtest Zeit zu nehmen!
      Eine Viertelstunde in der Mittagspause die Seele baumeln lassen, füllt meinen Akku wirklich ungemein auf.

      Heute bin ich einem alten Laster wieder verfallen, welches meine Akkus auch auflädt… Shoppen! Die Modeeinflüsse, das Anprobieren und vor allem heraussuchen von neuen Lieblingsstücken sind für mich pures Adrenalin 😉

      Irgendwie keine Entspannung, aber Zeit für Gedanken und für das, was ich gerne mag. Jetzt muss ich nur noch jemanden finden, der meine Kreditkartenabrechnung übernimmt 😉

      Ich wünsche Dir ein schönes langes Wochenende!!
      Patrick

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  3. Pingback: Der Glückskatalysator #4-Auf zum großen Sprung – isso und nicht anders

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